Fürs Leben lernen.

08.03.2017

Gute Bildung von Anfang an schafft Unabhängigkeit, Aufstiegschancen und Wohlstand. Unser Ziel ist, allen Menschen in Nordrhein-Westfalen ihren individuellen Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen.

Wir stehen für ein gegliedertes, vielfältiges und leistungsorientiertes Bildungssystem in allen Schulstufen. Die Einheitsschule lehnen wir ab, weil unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen auch schulische Vielfalt benötigen. Im Mittelpunkt der Schulpolitik muss die Qualität des Unterrichts stehen, deshalb werden wir die Rahmenbedingungen für guten Unterricht verbessern.

Wir packen das Problem des Unterrichtsaufalls an. Unterrichtsausfall belastet vor allem diejenigen Kinder, die durch ihr familiäres und soziales Umfeld ohnehin benachteiligt sind. Vor allem massenhafter und flächendeckender Unterrichtsausfall ist nicht zu akzeptieren. Wir werden zunächst eine schulscharfe Erfassung des Unterrichtsausfalls sicherstellen, um eine transparente Grundlage zur Bekämpfung dieses Problems zu schaffen. Langfristig werden wir eine effektive Vertretungsreserve an allen Schulformen aufbauen.

Kinder mit Behinderung benötigen ein breites Schulangebot. Wir wollen eine schrittweise und angemessene Ausweitung inklusiver Schulangebote mit der Vorgabe verbindlicher Qualitätskriterien. Die von der Landesregierung flächendeckende Einführung des inklusiven Unterrichtes erfolgte überhastet und führt dazu, dass funktionierende Förderschulen geschlossen werden. Viele Kinder mit Einschränkungen sollen in den Regelschulen lernen können. Für andere Kinder bieten die speziellen Möglichkeiten der bewährten Förderschulen jedoch die besseren Voraussetzungen. Wir werden schnell einen Stopp bei den Schließungen von Förderschulen durchsetzen.

Das bestehende vielfältige Schulangebot wollen wir weiterentwickeln. Besonderen Handlungsbedarf sehen wir beim Gymnasium. Voraussetzung für eine qualitative Weiterentwicklung der Gymnasien ist die Lösung der seit Jahren diskutierten Strukturfrage. Wir wollen G8 und ein echtes G9 gleichberechtigt im Schulgesetz regeln und die pädagogische Freiheit der Gymnasien stärken.