Innenminister schickt zu Karneval tausendfach Polizei-Azubis in den Einsatz

24.02.2017

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen stößt an den Karnevalstagen wieder an ihre Belastungsgrenze. Das NRW-Innenministerium plant, bis zu 3100 Polizeianwärter für die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in den Karnevalshochburgen einzusetzen. Sie befinden sich jedoch erst im zweiten und dritten Ausbildungsjahr und haben keine nennenswerte Praxiserfahrung. Dies geht aus einer Antwort des Ministeriums in dieser Woche auf eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion hervor.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat laut Gewerkschaft der Polizei fünf Millionen Überstunden angesammelt.  An den Karnevalstagen werden weitere Überstunden dazukommen. Den Innenminister scheint das wenig zu interessieren. Statt ein wirksames Konzept zur Besetzung der 1000 unbesetzten Stellen vorzulegen, schickt er lieber wieder Auszubildende in den Einsatz.

Trotz sitzungsfreier Zeit rund um die Tage des Straßenkarnevals beschäftigte sich die Landespolitik mit einigen Themen – nachzulesen wie gewohnt in der Rubrik Die Woche.