Nachtragshaushalt 2017 setzt wichtige Impulse für viele Lebensbereiche

12.10.2017

Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat mit den Stimmen der Fraktionen von CDU und FDP den Nachtragshaushalt 2017 verabschiedet. Damit verfügt das Land über eine solide finanzielle Basis, um wichtige Investitionen in der Inneren Sicherheit, bei der Betreuung von Kindern oder der Krankenhausförderung anstoßen zu können. Die Nettoneuverschuldung kann gegenüber dem von der Vorgängerregierung im Dezember 2016 beschlossenen Haushalt weiter gesenkt werden.

Hierzu erklärt Lutz Lienenkämper als Minister der Finanzen: "Wir setzen mit diesem Nachtragshaushalt wichtige Impulse, erreichen dringend nötige Verbesserungen für die Menschen in unserem Land und reparieren viele Fehler der Vorgängerregierung. Der Haushalt berührt viele Lebensbereiche, Sorgen und Nöte, die die Menschen in Nordrhein-Westfalen in ihrem Alltag umtreiben."

Im Einzelnen stellt die Landesregierung unter anderem zusätzliche 1,5 Millionen Euro für mehr Polizisten zur Verfügung, investiert drei Millionen Euro mehr in die Polizeiausstattung, schüttet 500 Millionen Euro an Kindertagesstätten-Träger aus und entlastet die Kommunen mit 45,3 Millionen Euro zusätzlich für die Zahlung des Unterhaltsvorschusses, der Alleinerziehenden helfen soll, die keinen regelmäßigen Unterhalt vom anderen Elternteil erhalten.

Lutz Lienenkämper: "Dieser Nachtragshaushalt trägt dazu bei, dass eine alleinerziehende Mutter in NRW berufstätig bleiben kann und Menschen sich auch abends noch in den Innenstädten sicher fühlen können. Er sorgt ferner dafür, dass in einer nordrheinwestfälischen Klinik die notwendigen Geräte bereitstehen, um schwer erkrankten Menschen mit modernster Medizin helfen zu können.“

Der Nachtragsetat profitiert insgesamt auch davon, dass das Ministerium der Finanzen im Rahmen seiner fortlaufenden Prüfung der Einnahmen und Ausgaben des Landes eine positivere Ausgabenentwicklung als ursprünglich erwartet festgestellt hat. Im Vergleich zum Nachtragshaushaltsentwurf von Anfang September 2017 stehen dem Land dadurch zusätzlich 122 Millionen Euro zur Verfügung. So wird beispielsweise der für 2017 bereitgestellte finanzielle Puffer im Asylkapitel aufgrund sinkender Flüchtlingszahlen nicht vollständig benötigt. Mit diesen finanziellen Mitteln kann der kommunale Anteil an den Krankenhausinvestitionsmitteln in Höhe von 100 Millionen Euro im Jahr 2017 vom Landeshaushalt übernommen werden. Die Kommunen bekommen damit die Möglichkeit, diesen Anteil erst im kommenden Jahr in ihren Haushalten abzubilden.

Darüber hinaus wird die Nettoneuverschuldung weiter reduziert. Sie liegt für 2017 nun 95,5 Millionen Euro unter dem von der Vorgängerregierung vorgesehenen Betrag. Das Gesamtvolumen des Haushalts 2017 erhöht sich durch den Etat von 72,7 Milliarden Euro auf 73,9 Milliarden Euro.


Eckdaten Nachtragshaushalt 2017 und Vergleich mit dem Haushaltsplan 2017

 

Nachtragshaushalt 2017

Haushaltsplan 2017

Bereinigte Gesamtausgaben

73,9 Milliarden Euro

72,7 Milliarden Euro

Steuereinnahmen

56,2 Milliarden Euro

55,0 Milliarden Euro

Sonstige Einnahmen (ohne Schuldenaufnahme)

16,0 Milliarden Euro

16,0 Milliarden Euro

Personalausgaben

26,1 Milliarden Euro

26,5 Milliarden Euro

Personalausgabenquote

35,4 Prozent

36,5 Prozent

Investitionsausgaben

6,9 Milliarden Euro

6,7 Milliarden Euro

Investitionsquote

9,4 Prozent

9,2 Prozent

Nettoneuverschuldung

1,52 Milliarden Euro

1,62 Milliarden Euro