Neuregelung der Sportpauschale bietet mehr Möglichkeiten für die Kommunen

26.09.2017

Die Landesregierung wird ab dem kommenden Jahr die Sportpauschale erhöhen, also die Mittelzuweisungen für die Sportstätten vor Ort in den Kommunen. Ende August hatte sie  dementsprechend die Eckpunkte für die Mittelverteilung an die Kommunen im Gemeindefinanzierungsgesetz 2018 festgelegt.

Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket erweitert sich der finanzielle Handlungsspielraum für die Kommunen somit auf Dauer ab dem kommenden Jahr. Nach Jahren des Stillstands wird in diesem Zusammenhang auch die Sportpauschale, die alle 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zur Sportstättenförderung beziehungsweise -unterhaltung erhalten, um 6,74 Prozent auf 53,4 Millionen Euro erhöht. Erstmals seit 14 Jahren wird der Mindestbetrag, den jede Kommune erhält, um 50 Prozent auf 60.000 Euro erhöht. Damit wird der längst überfällige Mittelaufwuchs innerhalb der kommunalen Familie gerecht auf alle verteilt.

Zukünftig sollen die Investitionspauschalen im Gemeindefinanzierungsgesetz 2018 für gegenseitig deckungsfähig erklärt werden. Dies stärkt die kommunale Selbstverwaltung. 

Es bietet sich nun also die große Chance, die vielerorts marode Sportlandschaft endlich aufzuwerten. Alle Städte und Gemeinden sollten von ihrer gesteigerten Eigenverantwortung entsprechend Gebrauch  machen und die Sportpauschale zur Sanierung, Modernisierung und zum Neubau der Sportstätten – und nicht zum Schönen der Haushaltsbilanz – verwenden.