"DigitalPakt Schule": Fördergelder können zeitnah beantragt werden

26.08.2019

Das neue Schuljahr startet in dieser Woche mit grundlegenden Neuerungen, die von der NRW-Koalition eingeführt und nun in der Praxis umgesetzt werden. Hierzu gehören vor allem die ersten Jahrgänge, die an den Gymnasien das Abitur wieder nach neun Jahren ablegen werden, sowie eine geordnete Neuausrichtung der Inklusion. Außerdem hat Schulministerin Yvonne Gebauer jetzt die Förderrichtlinien für den "DigitalPakt Schule" bekannt gegeben, damit die Mittel hieraus zeitnah eingesetzt werden können.

Aus dem fünf Milliarden Euro umfassenden Paket des Bundes erhält Nordrhein-Westfalen 1,054 Milliarden Euro für die Digitalisierung an den Schulen. Die Schulträger erhalten ein Förderbudget, das sie ab Mitte September online beantragen können und das bei der Antragstellung zu berücksichtigen ist. Den Kommunen wird das Förderbudget zu 75 Prozent nach der Schülerzahl und zu 25 Prozent nach der Schlüsselzuweisung des Gemeindefinanzierungsgesetzes zugewiesen. Landschaftsverbände, staatlische Schulen und private Ersatzschulträger erhalten die Förderbudgets zu 100 Prozent nach der Schülerzahl.

Die Zuwendung erfolgt in Form einer Projektförderung in Höhe von bis zu 90 Prozent der Gesamtausgaben. Den Eigenanteil der Schulträger beträgt zehn Prozent. Kommunale Träger können diesen auch aus ihren Mitteln des Programms "Gute Schule 2020" oder der Schul-/Bildungspauschale finanzieren. Zu den förderfährigen Investitionen in die IT-Grundstruktur einer Schule gehören zum Beispiel interaktive Tafeln, mobile Endgeräte und der Auf- und Ausbau eines WLAN-Netzwerks.

Die rasche Umsetzung des "DigitalPakts Schule" ist ein großer und entscheidender Schritt in Richtung digitale Zukunft für alle Schüler. Die Digitalisierung zieht sich durch sämtliche Lebensbereiche und ist Grundlage für den Fortschritt. Mit den Investitionen in die digitale Infrastruktur und Ausstattung können die Schulen ihren Schülern die erforderliche Medienkompetenz für ein selbstbestimmtes Leben angemessen vermitteln.

Die Landesregierung setzt damit ein weiteres Versprechen aus ihrem Koalitionsvertrag um und unterstützen die Schulen dabei moderner und digitaler zu werden.

Bei der Inklusion setzt das Land nun erstmals verbindliche Qualitätsstandards. Dazu gehören ein pädagogisches Konzept, pädagogische Kontinuität durch Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung und eine systematische Fortbildung. Zudem müssen auch die räumlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Die Schulen des Gemeinsamen Lernens werden dafür ab Klasse 5 deutlich besser ausgestattet und erhalten zusätzliche Stellen für sonderpädagogische Fachkräfte. Ebenso erhalten die Schulen ein zusätzliches Fortbildungsbudget.

Bildungsportal NRW