Fachleute befürworten die Leitentscheidung G9 der NRW-Koalition

04.05.2018

Die Sachverständigenanhörung im Ausschuss für Schule und Bildung hat ergeben, dass der Umsetzung der Leitentscheidung zu G9  keine gravierenden Hindernisse mehr im Wege stehen. Die bisher angehörten Experten und Verbände befürworten den Entwurf der NRW-Koalition. Ab dem Schuljahr 2019/2020 können die Gymnasien entscheiden, ob sie das Abitur nach acht oder gemäß der Leitentscheidung nach neun Jahren anbieten wollen.

Der kürzere Bildungsgang kann von der Schulkonferenz festgelegt werden. Dieser Weg ist der richtige, das hat die Anhörung gezeigt. Denn die Entscheidung durch die Schulkonferenz schränkt die kommunale Selbstverwaltung nach Auffassung der angehörten Kommunalverfassungsrechtler nicht ein und ermöglicht, vor Ort gut funktionierende G8-Gymnasien fortzuführen. Dass Schulen gemeinsam mit Eltern und Schülern entscheiden sollen, wünscht sich laut einer im Februar 2018 durchgeführten DIMAP-Studie im Auftrag der CDU-Landtagsfraktion eine Mehrheit in Nordrhein-Westfalen. Demnach unterstützen rund 70 Prozent der Menschen genau diese Vorgehensweise. Außerdem zeigt die Studie den Wunsch in der Bevölkerung nach mehr Zeit auf dem Weg zum Abitur: 80 Prozent der Befragten sprechen sich für G9 aus. 18 Prozent wollen das Abitur nach acht Jahren beibehalten.

Mit dem Gesetzentwurf ermöglicht die Landesregierung die im Koalitionsvertrag versprochene und durch die Umfrage bestätigte Wahlfreiheit. Zudem stärkt sie die Gymnasien. Sie sind die beliebteste Schulform in unserem Land.

Jetzt können sich die Schulen wieder um die Qualität in der Bildung kümmern. Das entspricht dem festen Grundsatz der CDU, jedem Kind nach seinen Fähigkeiten individuelle Aufstiegschancen zu ermöglichen.