Großes Interesse an neuem Förderprogramm für Gedenkstättenfahrten

30.07.2018

Das Förderprogramm der nordrhein-westfälischen Landesregierung für  Schulfahrten zu Gedenkstätten politischer Gewaltherrschaft ist ein großer Erfolg. Die NRW-Koalition stellte dafür erstmals im Haushalt 2018 Fördermittel in Höhe von insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Bereits innerhalb der ersten drei Monate sind 92 Prozent abgerufen worden, alle 114 beantragten Fahrten mit einem Fördervolumen von 185.000 Euro wurden bewilligt.

Historisch-politische Bildung ist ein Schwerpunkt der Schul- und Unterrichtsentwicklung in Nordrhein-Westfalen und ist gerade in diesen politisch unruhigen Zeiten wichtiger denn je. Nur aus einer gelebten Erinnerungskultur heraus können junge Menschen aus dem Unrecht der Vergangenheit lernen. Es war der richtige Entschluss der Koalitionsfraktionen von CDU und FDP mit einem Änderungsantrag den bereits bestehenden Haushaltstitel um 200.000 Euro für das Jahr 2018 aufzustocken.

Die Abrufquote ist ein voller Erfolg und ermöglicht vielen Schülerinnen und Schülern eine differenzierte Auseinandersetzung mit unserer Geschichte. Dazu gehören Fahrten zu Gedenk- und Erinnerungsstätten mit historischem Bezug zu politischer Gewaltherrschaft, insbesondere zu den Verbrechen des Nationalsozialismus, zur SED-Diktatur oder zu den Schauplätzen beider Weltkriege.

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es auf kurzen Wegen viele Erinnerungsorte, die auch ohne großen Aufwand erreicht werden können. Der NRW-Koalition ist es wichtig, dass die Förderung allen Schulformen in den Jahrgangsstufen 9 bis 13 offen steht. Das entspricht unserem Verständnis davon, allen Schülerinnen und Schülern die gleiche Förderung zukommen zu lassen. Bislang hat eine große Anzahl an Gymnasien und Gesamtschulen Anträge gestellt. Wir werben aber intensiv dafür, dass auch die übrigen Schulformen die Angebote stärker wahrnehmen.