"Moderne Sportstätte 2022": Projektplanungen können beginnen

18.06.2019

Das Land NRW fördert mit seinem Programm "Moderne Sportstätte 2022" Investitionen in die Sportinfrastruktur in einer noch nie dagewesenen Form. Insgesamt 300 Millionen Euro stellt das Förderprogramm zur Verfügung und richtet sich dabei unmittelbar an Sportvereinen und -verbände, die Eigentümer, Mieter oder Pächter von Sportanlagen sind. Bislang waren Förderprogramme von Bund oder Land immer auf Kommunen ausgerichtet.

Die örtlichen Planungen können nun beginnen, denn das Land NRW hat die Richtlinien und Rahmenbedingungen für eine Förderung veröffentlicht. Der Landesregierung war es ein besonderes Anliegen, ein möglichst unbürokratisches Verfahren für die zumeist ehrenamtlich geführten Vereine zu entwickeln. Vereine reichen ihre Projektskizzen über ihren jeweiligen Gemeinde-, Stadt- oder Kreissportverbände bei der Staatskanzlei ein, die im Folgenden die Förderentscheidung trifft. Die Zuwendung erfolgt über die NRW.BANK als Bewilligungsbehörde.

Die Gelder werden gerecht an alle Kommunen in NRW verteilt. Die Fördersumme richtet sich nach der Einwohnerzahl, sodass etwa für Projekte im Rhein-Kreis Neuss zusätzlich zu den bestehenden Programmen, wie die Sportpauschale, rund 6,2 Millionen Euro bereitgestellt werden. Voraussichtlich ab dem 1. Oktober 2019 können die ersten Projektskizzen über das Förderportal des Landessportbunds eingereicht werden; die ersten Fördermittel können schon im Jahr 2019 fließen. Weitere Informationen zum Programm „Moderne Sportstätte 2022“ sind im Internet abrufbar.

Das Programm "Moderne Sportstätte 2022" fördert Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf energetischer, digitaler Modernisierung, Geschlechtergerechtigkeit, der Herstellung von Barrierefreiheit beziehungsweise Barrierearmut und auf Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, Verletzungen und Schäden im Sport.