NRW als Vorreiter: Mit einer Quote gegen den Hausärztemangel auf dem Land

05.06.2018

Das Kabinett der NRW-Koalition hat einen Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zur Einführung einer sogenannten Landarztquote beschlossen. Vor einigen Wochen erst hatte Laumann genau zu diesem Thema bei einer Veranstaltung der CDU Jüchen gesprochen. Auch im ländlich geprägten Wahlkreis von Lutz Lienenkämper bewegt sich die ausreichende Versorgungssituation mit Hausarztpraxen im Grenzbereich und in den kommenden Jahren werden viele niedergelassene Hausärzte in den Ruhestand gehen. Nachfolger für ihre Praxen sind schwer zu finden.

Mit dem Gesetzentwurf wird ein wichtiger Baustein zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum auf den Weg gebracht. Der Gesundheitsminister erklärt dazu: "Nordrhein-Westfalen betritt hier absolutes Neuland. Bislang hat noch kein Bundesland die gesetzlichen Weichen für die Umsetzung der Landarztquote gestellt. Wir gehen hier mutig voran und wollen damit auch andere Bundesländer motivieren, diesen Schritt zu gehen." Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts habe gezeigt, dass nicht ausschließlich ein hervorragendes Abitur den Weg in die Medizin eröffnen dürfe. Vielmehr müsse sich die Auswahl der Studierenden mehr an den Bedarfen der medizinischen Versorgung orientieren.

Über eine Vorabquote sollen voraussichtlich 7,6 Prozent der Medizinstudienplätze in Nordrhein-Westfalen an Bewerber vergeben werden, die sich verpflichten, nach ihrer Facharztausbildung für zehn Jahre in einer unterversorgten Region als Hausarzt zu arbeiten. Die gesamte Pressemitteilung zum Gesetzentwurf zur Umsetzung der Landqrztquote und zu weiteren Eckpunkten - etwa finanzielle Anreize zur Niederlassung als Hausarzt - lesen Sie auf dem Landesportal NRW.