Strukturwandel im Revier gelingt, wenn man gemeinsam konsequent anpackt

14.02.2019

Im Landtag fand in dieser Woche eine Anhörung von Sachverständigen zum Strukturwandel im Rheinischen Revier statt.  Die Expertenrunde bestätigte dabei, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung die Interessen ihres Landes und seiner Bürger im Ergebnisbericht erfolgreich verankert habe. Auch der Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke, war hierzu eingeladen worden.

In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Landesplanung standen die Bewertungen der Kommissionsempfehlungen sowie die Chancen für das Rheinische Revier im Strukturwandel im Fokus. Die große Mehrheit der Experten schätzte den Kommissionsbeschluss als ambitioniert, aber auch als guten Kompromiss zwischen den Interessen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit, ein. Wichtig ist nun, dass der Beschluss vollständig umgesetzt wird. Es darf keine Rosinenpickerei geben. Der Ball dafür liegt momentan noch im Spielfeld der Bundesregierung.

Dem Rheinischen Revier steht eine Mammutaufgabe bevor, doch liegen in dem Prozess auch große Chancen. Der Strukturwandel in der Region gelingt, wenn alle regionalen Akteure gemeinsam konsequent anpacken. Er ist eine gemeinsame kontinuierliche, regionale Gestaltungsaufgabe. Der Rhein-Kreis Neuss hat seinen Willen zur aktiven Mitgestaltung bereits signalisiert und sich mit den Projekten "ALU-Valley 4.0 Rheinisches Revier" und "Campus Changeneering" um Förderung beworben. Es müssen frühzeitig Perspektiven für wichtige Branchen aufgezeigt werden. Auch die Entwicklung einer Wasserstoff-Modellregion zur gezielten Nutzung der modernen Energiequelle "Wasserstoff" für die Mobilität von morgen ist ein zukunftsweisender Ansatz.

Neue Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze können vor Ort entstehen, wenn auf vorhandene Stärken wie exzellente Wissenscluster, starke Kommunen und innovative Unternehmen sowie industrielle Wertschöpfungsketten aufgebaut wird. Die NRW-Koalition hat mit Initiativen zum Beispiel für Photovoltaik, Geothermie, Wasserstoff und Speicher bereits vorgearbeitet, um keine Zeit zu verlieren. Die Anhörung hat außerdem gezeigt, dass das Rheinische Revier ein starker Energie- und Industriestandort bleiben wird. Oberstes Ziel vor Ort ist und bleibt, Strukturbrüche zu vermeiden.